Der Schüler-Ruder-Verein führt Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse durch. Die Teilnahme ist für SRV-Mitglieder möglich. Bei Fragen zur Mitgliedschaft wenden Sie sich bitte an Herrn Möckel (Protektor) .

Die aktuellen Kursangebote finden Sie hier und im Angebot des LOGO-Vereins:

RUDERN I

Nach der erfolgten Anfängerwerbung und Ausbildung geht es nun darum, die Fähigkeiten und Fertigkeiten als Ruderer und Steuermann / -frau zu pflegen und zu vertiefen.

Achten Sie bitte auf die Aushänge im “Rudererkasten”!

Leitung: Noah Hild (Tel. 0157 8876 3302)

Zeiten: Mittwoch 14.30–16.30 und 16.30–18.30Uhr u. nach Verabredung

Ort: Bootshaus, Dahlmannstr. 1, Bonn

 

RUDERN II

Theoretischer Steuermannslehrgang, Bootskunde, DLRG-Kurs

Leitung: Stephan Möckel u. a. (Tel. 02241 55349)

Zeiten: Bitte unbedingt auf die Aushänge im „Rudererkasten“ achten!

Ort: Bootshaus, Dahlmannstr. 1, Bonn

Teilnahme nur für SRV Mitglieder

 

Weitere  Termine und Veranstaltungen des SRV 2017/18

Hier finden Sie die  Satzung und Ruderordnung des SRV  sowie eine Übersicht über unsere  aktuelle Ruderflotte.

 

Wir über uns

Der Rudersport hat eine lange Tradition am Ernst Kalkuhl Gymnasium (EKG). Schon 1922 wurde unter der Leitung des Pädagogen Dr. Richard Wolff der „Ruderclub Kalkuhl“ gegründet, in dem bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs aktiv gerudert wurde. Seit 1976 wird diese Tradition mit dem Schüler-Ruder-Verein fortgesetzt, der am 1. Mai 1976 unter Horst Heinrigs neu gegründet wurde. Der Ruderbetrieb wurde in Leihbooten des Schüler-Ruder-Clubs (SRC) am Friedrich-Ebert-Gymnasium (FEG) ausgeübt. 1978 wurde dann das erste eigene Boot angeschafft, die noch heute fahrbereite „Oberkassel“. Nach und nach kamen weitere Gig-Vierer, Skiffs, Gig-Dreier und Zweier hinzu, dabei stiegen die Mitgliederzahlen und Vereinsaktivitäten – insbesondere die Wanderfahrten – merklich an. Problematisch gestaltete sich die Bootslagerung, da der SRV keine Hallenplätze hatte. SRC am FEG und Gymnasial Ruder Club (GRC) am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium zeigten sich in dieser Zeit sehr kameradschaftlich und ermöglichten die Unterbringung einiger Holzboote in ihrer damaligen Bootshalle beim Bonner Ruderverein. Die restlichen Boote mussten auf dem vereinseigenen Anhänger auf der Promenade vor dem BRV-Steg in der Sonne braten und im Winter umständlich in Oberkasseler Industriehallen gelagert werden. Die Situation änderte sich am 15. April 1994 grundlegend, da mit dem bedauernswerten Niedergang des Cusanus-Ruder-Club (CRC) und seinem Auszug aus dem Rhenus nun die Boote des SRV per Mietvertrag eine Bleibe im Rhenus gefunden hatten. Der CRC ist jedoch noch immer in Erinnerung, da sein berühmter Krebs weiterhin eine Wand im Schülerraum ziert, ein Versprechen des amtierenden Protektors an seine Ehefrau – eine ehemalige CRCerin. Seit dem Einzug des SRV in das Bootshaus des Rhenus hat sich eine gute Zusammenarbeit entwickelt, die sich im gegenseitigen Ausleihen von Booten für Wanderfahrten, Skifflager und bei Engpässen während der normalen Rudertermine ebenso zeigt wie bei gemeinsamen Fahrten. Auch haben sich einige Ex-SRVer in die Gemeinschaft des Rhenus eingereiht. Diese „Alte Herren“ des SRVs treten nach dem Abitur seit 1980 dem „Schüler-Ruder-Verein alte Kalkuhlaner e.V.“ bei.

Im SRV haben Jugendliche die Chance nicht nur einen attraktiven Sport kennen zu lernen, sondern erfahren auch kameradschaftliches Verhalten und selbstverantwortliches Handeln. Die Schüler wählen aus ihrer Mitte einen Vorstand, der vollkommen selbständig und unabhängig das Vereinsleben organisiert. Lediglich beratend wirkt der Protektor, ein Sportlehrer der Schule, der die Schüler unterstützt und die Verbindung zu Schule und Kollegium hält. Seit 1991 hat Stephan Möckel (ja, der Rhenuse) dieses Amt inne und verhinderte so eine Vereinsauflösung wegen „Protektorenlosigkeit“. Die Schwerpunkte des Vereins liegen vor allem im Bereich des Breitensports, also bei Wanderfahrten und regelmäßigen Ruderterminen auf dem Rhein. So fanden in den letzten Jahren Fahrten im europäischen Ausland beispielsweise auf der Themse, dem Shannon in Irland, der Lagune von Venedig, den Seen in Schweden, der Loire, der Rhône, dem Canal du Midi oder der Maas statt, aber auch viele deutsche Flüsse wie der Rhein, die Mosel, die Ems, die Hase, die Lippe, die Ruhr, der Main, der Neckar oder die Sieg sind berudert worden. Fester Bestandteil eines jeden Ruderjahres ist darüber hinaus die Lahnfahrt im Frühjahr, bei der von den gerade eingetretenen Anfängern bis zu den Ehemaligen, die schon vor einigen Jahren den Verein nach dem Abitur verlassen haben, alle vertreten sind. Ähnlich sieht es mit den Ruderlagern an einem nahe gelegenen See aus, entweder in Hürth am Otto-Maigler-See, in Essen am Baldeneysee, an der Sieg bei Siegburg oder eben zusammen mit dem Rhenus am Biggesee in Olpe.

Dies alles wird, wie bereits erwähnt, von den Schülern völlig selbständig organisiert. Sie werden an diese Arbeit von älteren Mitgliedern herangeführt, welche ihr Wissen einst selbst als Anfänger im Verein durch erfahrene Schüler-Ruder-Vereinsmitglieder vermittelt bekommen haben. Der Verein bietet jedoch weit mehr als „nur“ Wanderfahrten, die unbestreitbar auf die Entwicklung eines jeden Jugendlichen, der einmal an einer teilgenommen hat, eine höchst positive Auswirkung haben. Wo sonst kann man heute noch in unzerstörter Natur seinen Sport ausüben und dabei Kameradschaft und gegenseitige Solidarität erfahren? Der SRV bietet seinen Mitgliedern regelmäßige Rudertermine, so dass jeder bis zu drei Mal in der Woche rudern kann, darüber hinaus besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich außerplanmäßig am Bootshaus im Regierungsviertel zu verabreden und zu rudern. Schließlich hat der Verein für ca. 45 Mitglieder 18 Boote und einen Anhänger zur Verfügung, die den Mitgliedern jederzeit zur Verfügung stehen. Auf einen Aspekt, der den Ruderbetrieb regelt, legt der SRV jedoch besonderen Wert: Die Sicherheit. Niemand darf ohne Obmann/Obfrau rudern gehen. Bei Obleuten handelt es sich um Mitglieder, die nach einer theoretischen und einer praktischer Ausbildung, die sich über Jahre hinweg erstreckt, eine Art Führerscheinprüfung für das Ruderboot ablegen müssen. So ist die Sicherheit auf dem Wasser immer gewährleistet.

Der SRV ist jedoch nicht nur im Breitensport aktiv, wenn auch das Regattarudern nicht ganz so stark ausgeprägt ist, wie das Wanderrudern. Vor allem im Langstrecken- und Marathonrudern erzielt der Verein immer wieder Erfolge. So gewann der SRV die „Europäische Rheinregatta“ (von Neuwied bis Bonn) und auch die Langstreckenregatta um den Kettwiger See. Aufsehen erregte aber vor allem das Bonner Marathonruderteam „Turbo Bonn“, das u.a. aus ehemaligen SRVern (Thorsten Jonischkeit, Wolfgang Lübbring, Ted Drews) plus Axel Bartsch als Rhenuse bestand und sich viele Jahre dominierend bei der Weltmeisterschaft des Marathonruderns auf dem Genfer See (160km non-stop) beteiligte. Aber auch auf der Kurzstrecke gelangen Siege: Mehrere Schüler-Landesmeisterschaften im Gig-Doppelvierer mit Stm. und sogar Siege im Renndoppelzweier beim Landessportfest der Schulen. Und das Wanderrudern? Nun, die Wanderruderpreise des Deutschen Ruderverbandes gingen 2011, 2013 und 2014 in der Schülerwertung an den SRV, also die inoffizielle Deutsche Meisterschaft im Wanderrudern.

Der Schüler-Ruder-Verein am EKG bietet jedoch weit mehr als nur das Rudern. Das Bootsmaterial muss instand gehalten werden, hierfür ist der Bootswart zuständig. Er zeigt wie ein Boot repariert wird und vermittelt somit auch handwerkliche Fähigkeiten an die Mitglieder. Sie lernen Tätigkeiten wie lackieren, bohren oder sägen. Der Verein bemüht sich jedoch auch um ein Rahmenprogramm: So besuchen wir oft die „Boot“ in Düsseldorf. Im Winter findet Ausgleichssport wie z.B. Basketball in der EKG-Turnhalle statt. Es gibt die Möglichkeit an einem Kochkurs teilzunehmen (damit man auf Wanderfahrten gut gerüstet ist) oder das DLRG-Schwimmabzeichen zu erwerben. Erste Hilfe Kurse und der Theoretische Steuermannslehrgang gehören auch zur weiteren Ausbildung und zur Erhöhung der Sicherheit beim Rudern. Der Verein bemüht sich also um ein breites Angebot und erhöht damit nicht zuletzt auch die Attraktivität des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums.

Von: Angelo Vallone (Abitur 1996; AH des SRVs) und ergänzt durch Stephan Möckel