Montag, 09.03.2026
Am Montagmorgen trafen wir uns um 8:30 Uhr am Bahnhof in Oberkassel. Es war kalt, und
viele von uns waren noch ziemlich müde, aber gleichzeitig lag eine besondere Stimmung in der
Luft. Man hat sofort gemerkt: Heute ist nicht irgendein Tag.
Die meisten von uns kannten sich gut, trotzdem war alles ein bisschen anders als sonst. Viele
waren nervös, auch wenn es kaum jemand offen gesagt hat. Jeder hatte seine eigenen
Gedanken: Wie wird mein Austauschpartner sein? Wird das alles funktionieren?
Als der Zug um 8:57 Uhr einfuhr, ging plötzlich alles ganz schnell. Die Fahrt nach Köln verlief
eher ruhig. Viele schauten aus dem Fenster oder unterhielten sich mit ihren Freunden.
Am Bahnhof in Köln hatten wir noch etwas Zeit, bevor es nach Paris weiterging. Einige gingen
kurz zum Kölner Dom, einige aßen etwas. Gleichzeitig wurde die Aufregung immer größer.
Im Eurostar wurde es dann etwas entspannter. Viele hörten Musik, redeten oder versuchten
einfach, die Zeit zu genießen. Und irgendwann kam dieser Moment, in dem man realisierte:
Wir sind wirklich auf dem Weg nach Paris.
Als wir gegen 14:30 Uhr ankamen, war es erstmal ziemlich viel auf einmal. Eine neue
Umgebung, eine andere Sprache, überall Menschen. Man war neugierig, aber auch leicht
überfordert.
Die Fahrt mit der Métro zur Schule war schon ein kleines Erlebnis für sich. Alles wirkte
schneller, voller und hektischer als zu Hause. Am Collège André Citroën angekommen,
mussten wir noch kurz warten und genau in diesem Moment wurde die Nervosität bei vielen
wieder stärker.
Im Klassenraum, wo wir uns trafen, wurde es dann ganz still. Jeder wartete. Als die
französischen Schüler hereinkamen, war das ein ungewohnter, aber auch spannender
Moment. Zwei Gruppen standen sich gegenüber und wussten: Wir werden die nächste Woche
gemeinsam verbringen.
Am Anfang war es etwas ungewohnt, aber durch die Kennenlernspiele lockerte sich die
Stimmung schnell. Es wurde gelacht, erste Gespräche entstanden und das Eis brach
langsam.
Der Moment, in dem wir mit unseren Austauschpartnern nach Hause gingen, war für viele der
schwierigste. Man wusste nicht genau, was einen erwartet. Im Nachhinein kann man aber
sagen: Alle wurden sehr freundlich aufgenommen, und die anfängliche Angst war eigentlich
unbegründet.
Am Nachmittag trafen wir uns noch im Parc André Citroën. Die Stimmung war dort schon
deutlich entspannter. Man merkte, dass sich langsam alles einspielte.
Dienstag, 10.03.2026
Am Dienstagmorgen nahmen wir zunächst am französischen Unterricht teil. Zwei Stunden
lang versuchten wir, so viel wie möglich zu verstehen. Es war ungewohnt und teilweise auch
anstrengend, aber gleichzeitig interessant, den Schulalltag einmal so direkt mitzuerleben.
Danach ging es in die Stadt und dort wurde vielen erst richtig bewusst, wo wir eigentlich
waren. Der Arc de Triomphe, die Notre-Dame und der Eiffelturm sind Orte, die man sonst nur
von Bildern kennt.
Als wir schließlich davor standen, war das ein besonderer Moment. Kein übertriebenes
Staunen, sondern eher dieses ruhige Gefühl: Wir sind wirklich hier.
Die anschließende Freizeit in Les Halles zeigte dann eine ganz andere Seite der Stadt: laut,
lebendig und voller Möglichkeiten. Jede Gruppe konnte selbst entscheiden, was sie machen
wollte. Einige probierten Macarons, andere liefen einfach durch die Gegend.
Am Abend traf sich die Gruppe wieder im Park. Es war warm genug für T-Shirts, und die
Stimmung war sehr entspannt. Fußball, UNO und Gespräche, eigentlich nichts
Außergewöhnliches, aber genau diese einfachen Momente machten den Tag besonders.
Mittwoch, 11.03.2026
Am Mittwochmorgen trafen wir uns um 8:00 Uhr an der Schule und es regnete. Keine idealen
Bedingungen, vor allem, weil es zum Eiffelturm ging.
Trotzdem war der Besuch ein echtes Highlight. Auch ohne die dritte Etage war die Aussicht
beeindruckend. Der Blick über ganz Paris war etwas, das man so schnell nicht vergisst.
Danach gingen wir noch Crêpes essen und erkundeten die Umgebung.
Am Nachmittag verbrachten wir die meiste Zeit mit unseren Austauschpartnern. Die
Gespräche wurden persönlicher, und man lernte sich besser kennen.
Am Abend traf sich die Gruppe wieder im Park. Die Stimmung hatte sich im Vergleich zum
Montag deutlich verändert: Alles war lockerer, vertrauter und entspannter.
Donnerstag, 12.03.2026
Am Donnerstag besuchten wir mit der gesamten Austauschgruppe die Fondation Louis
Vuitton. Das Gebäude war sehr beeindruckend, auch wenn die Ausstellungen geschlossen
waren. Dort haben wir eine Führung bekommen, die auf Französisch war. Viele haben nicht
alles verstanden, aber unsere deutschen Lehrerinnen haben uns alles übersetzt, sodass
man trotzdem gut folgen konnte.
Die anschließende Foto-Challenge im Park war für viele eines der lustigsten Erlebnisse der
Woche: Wir mussten drei Fotos machen: eins mit Wasser, eins mit einer Statue und eins mit
einem Spielzeug. Die Gruppe mit den schlechtesten Ergebnissen musste am Ende eine
Baskenmütze tragen.
Anschließend ging es nach Montmartre. Die Rallye dort war am Anfang chaotisch, weil wir
nicht genau wussten, wo wir hinmussten. Zum Glück haben uns unsere Austauschpartner
geholfen, sodass wir uns irgendwann zurechtgefunden haben. Am Ende sind wir bei der
Sacré-Cœur angekommen.
Der Nachmittag verlief ruhig und entspannt im Park. Es gab keine festen Programmpunkte
mehr, einfach Zeit, die man gemeinsam verbrachte.
Freitag, 13.03.2026
Am Freitagmorgen begann der Tag für viele etwas anders als die Vorherigen, denn es hieß,
sich von den Gastfamilien zu verabschieden. Dieser Moment war für viele überraschend
emotional. In den wenigen Tagen hatte man sich an das neue Zuhause gewöhnt, und der
Abschied fiel schwerer als gedacht.
Danach trafen wir uns an der Schule, stellten unser Gepäck ab und fuhren gemeinsam zum
Louvre. Dort hatten wir eine Challenge: die Venus von Milo, den sitzenden Schreiber und die
Mona Lisa finden und ein Selfie auf Sdui schicken. Es war eine Herausforderung, diese
Kunststücke zu finden, da das Louvre sehr groß und kompliziert aufgebaut ist.
Anschließend hatten wir noch etwas Zeit, um in kleinen Gruppen Souvenirs zu kaufen oder
einfach noch einmal durch die Läden zu gehen und die letzten Eindrücke von Paris
mitzunehmen.
Zurück in der Schule aßen wir gemeinsam mit den französischen Schülerinnen und Schülern
zu Mittag. Es gab Fisch mit Bohnen, was vielen leider nicht geschmeckt hat. Die Stimmung
war dabei schon deutlich ruhiger und nachdenklicher als an den Tagen zuvor.
Erst danach kam der eigentliche Abschied von den Austauschpartnern. Es war kein lauter
oder dramatischer Moment, aber trotzdem ein schwerer. Es gab viele Umarmungen, letzte
Gespräche und das typische: „Wir schreiben uns“. Man merkte, dass einem die Leute in so
kurzer Zeit wirklich ans Herz gewachsen waren.
Am Bahnhof Gare du Nord, von dem unser Zug abfuhr, gingen wir nochmal in eine echte
französische Pâtisserie oder Boulangerie und kauften typisches Gebäck. Viele entschieden
sich für Pain au chocolat, andere für Baguette oder andere Spezialitäten.
Das war ein schöner letzter Moment in Frankreich.
Die Rückfahrt verlief dann deutlich ruhiger als die Hinfahrt. Viele waren müde, aber
gleichzeitig hatte man das Gefühl, eine besondere Woche erlebt zu haben, die man nie
vergessen wird.
Wir freuen uns schon auf die gemeinsame Zeit in Bonn!
Jacek (9b) und Levi (9c)