Etwas im Schatten des Neubaus haben wir zum Jahresende parallel noch ein zweites, anspruchsvolles Bauprojekt erfolgreich umgesetzt: die Erneuerung der Fenster und der Fassade am Zeichensaalhaus. Bis vor Kurzem waren dort noch einfachverglaste, historische Fenster im Einsatz. Das hatte viel Charme – brachte im Schulalltag aber auch ganz konkrete Nachteile mit sich: Zugluft, kühle Räume in der Winterzeit und ein Raumklima, das nicht immer ideal für konzentriertes Lernen war.
Da unsere Gebäude unter Denkmalschutz stehen, war schnell klar: Hier geht es nicht um Standardlösungen, sondern um eine Maßnahme, die historische Substanz bewahrt und gleichzeitig spürbare Verbesserungen für den Schulbetrieb schafft. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Lutz aus dem Siebengebirge wurde das Projekt bis ins Detail mit dem Amt für Denkmalschutz abgestimmt. Dabei haben wir sorgfältig festgelegt, welche Fenster saniert und erhalten werden konnten – und welche stilecht ausgetauscht werden mussten.
Damit Unterricht und Schulalltag möglichst wenig beeinträchtigt werden, musste ein wesentlicher Teil der Arbeiten während der Ferien stattfinden. Das erforderte eine lange und präzise Vorbereitung: Das Vorhaben wurde über rund 1,5 Jahre geplant, abgestimmt und organisatorisch vorbereitet.
Einige Fenster waren dabei besonders anspruchsvoll: Fenster, beispielsweise im Kunstraum, wurden von der Firma Schöneseifen, die auf die Restauration historischer Fenster spezialisiert ist, sehr aufwendig restauriert. Neben den Fensterarbeiten wurde die Fassade außerdem in einem unserer fast schon traditionellen Gelbtöne neu gestrichen.

Heute freuen wir uns über Veränderungen, die man im Alltag direkt spürt:
• Weniger Zugluft und angenehmere Unterrichtsräume
• Besseres Raumklima, besonders in der kalten Jahreszeit
• Deutliche energetische Verbesserung im Vergleich zur früheren Einfachverglasung

Förderung:
Ein wichtiger Baustein für die Umsetzung war die Finanzierung: Aus Mitteln des Bundes wurden uns über das Kommunalinvestitionsfördergesetz II 228.000 € für die Verbesserung der Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Ursprünglich waren diese Mittel für einen Neubau vorgesehen, der dann nicht realisiert wurde. Vor zwei Jahren haben wir uns daher entschieden, die Förderung für die Fenstermaßnahme im Kunsthaus und im Neuhaus zu nutzen. Dank der Mittel aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz II konnten wir so in etwa die Hälfte der Gesamtsumme finanzieren.

Nikolas Heel