Am 25.06.2025 unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Geschichts- und Sozialwissenschaftskurse der Einführungsphase gemeinsam mit ihren Fachlehrerinnen Frau Zahmel und Frau Konopka einen spannenden und erkenntnisreichen Ausflug zum Europa-Punkt Bonn, der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Nach der Ankunft wurden die Schülerinnen und Schüler herzlich von Dr. Stefan Lock, dem Leiter der EU-Regionalvertretung Bonn, empfangen. In einem eindrucksvollen Vortrag erhielten die Schülerinnen und Schüler nicht nur einen Einblick in seinen beruflichen Werdegang, sondern auch in die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten, die die Europäische Union jungen Menschen bietet – sei es etwa in der Verwaltung oder in der politischen Gestaltung Europas.

Im Anschluss übernahm Martin Mödder, Publikationsleiter des Europa-Punktes Bonn, und führte in die Institutionen und Organe der Europäischen Union ein. Dabei wurden zentrale Fragen geklärt: Wer trifft welche Entscheidungen? Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Kommission, Parlament und Rat? Wie wirkt sich europäische Politik ganz konkret auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger aus?

Der interaktive Höhepunkt des Besuchs war jedoch die Anwendung der sogenannten Szenariotechnik. Die Schülerinnen und Schüler wurden in Gruppen eingeteilt und entwickelten auf Grundlage aktueller Entwicklungen verschiedene Zukunftsszenarien für die Europäische Union. Dabei entstanden:

  • Best-Case-Szenarien, die eine positive und geeinte Zukunft Europas entwarfen,
  • Worst-Case-Szenarien, die mögliche Krisen, Konflikte oder eine zunehmende Zersplitterung thematisierten,
  • sowie ein Trendszenario, das eine realistische Fortführung gegenwärtiger Entwicklungen skizzierte.

Die Szenariotechnik diente nicht nur der Kreativität, sondern stellte ein Instrument zur Entscheidungsvorbereitung und -findung dar. Ziel war es, auf systematische Weise mögliche Zukunftsbilder Europas zu entwerfen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. In der anschließenden Präsentation und Diskussion der Ergebnisse zeigten die Schülerinnen und Schüler großes Engagement, kritisches Denken und ein bemerkenswertes Gespür für politische Zusammenhänge.

Der Ausflug zum Europa-Punkt Bonn war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Er machte nicht nur deutlich, wie spannend und komplex europäische Politik ist, sondern auch, welche Gestaltungsmöglichkeiten junge Menschen innerhalb der EU haben. Ein gelungener Tag voller Erkenntnisse, Diskussionen – und einer großen Portion Europa!

Janna Konopka