Was macht unsere Schule aus? Worin liegen die erzieherischen und unterrichtlichen Ziele? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Schule? Welche außerunterrichtlichen Aktivitäten bestehen?

Antworten auf diese Fragen gibt unser Schulprogramm. Ebenso wie die Schulwirklichkeit selbst unterliegt es aber einer steten Veränderung und muss, um aktuell zu bleiben, kontinuierlich ergänzt und überarbeitet werden. Hierfür bedürfen wir der Mithilfe unserer Schüler und deren Eltern. Daher unsere Bitte:

Liebe Eltern, schreiben Sie uns Ihre Meinung! Liebe Schülerinnen und Schüler, schickt uns eine E-mail mit euren Änderungsvorschlägen!

Ihre und eure Anregungen sind uns wichtig! E-mail-Adresse: schule@kalkuhl.de

Das Schulprogramm

Schulträger: StD Ernst-Martin Heel und Franz-Christoph Heel
Schulleiter: OStD Dr. Ulrich Drescher

Präambel

Das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium ist eine staatlich genehmigte Privatschule, die sich seit ihrer Gründung durch den Pädagogen Ernst Kalkuhl im Jahre 1880 in der Trägerschaft der Familie – heute der Familie Heel – befindet. Unsere Schule sieht sich dieser  135-jährigen Schultradition ebenso verpflichtet wie den Ansprüchen und Herausforderungen, die eine moderne Welt in kultureller, sozialer und technologischer Hinsicht bietet.

Die Schülerschaft ist größtenteils extern, ca. 1/7 der Schülerinnen und Schüler lebt im Internat, das sich auf dem Gelände der Schule befindet. Traditionell bilden die Internats- und Tagesschüler eine homogene Gruppe, die vormittags gemeinsam unterrichtet wird und am Nachmittag die Möglichkeit hat, zu außerunterrichtlichen Aktivitäten zusammenzukommen. Das harmonische Zusammenleben von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher ethnischer Herkunft ist eine durch lange Erfahrung gewachsene Selbstverständlichkeit.

Das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium legt großen Wert auf eine positive Lernatmosphäre, die durch einen kooperativen Führungsstil der Schul- und Internatsleitung ebenso gefördert wird wie durch verständnisvolle und offene Formen des Umgangs zwischen Eltern, Schülern und Lehrern.

Das Schulprogramm des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums gibt Auskunft über :

  • erzieherische und unterrichtliche Ziele der Schule
  • Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Schule
  • Angebote an außerunterrichtlichen Aktivitäten.

1. Erzieherische und unterrichtliche Ziele

Ziel unserer schulischen Ausbildung ist vorrangig das Erlangen fachlicher Fertigkeiten im wissenschaftlich-kognitiven Bereich auf dem Weg zur allgemeinen Hochschulreife. Wesentlich ist hierbei das Erreichen eines hohen gymnasialen Leistungsstandards.

Gleichermaßen wichtig ist uns die Vermittlung von erzieherischen Werten und Idealen wie Toleranz, Gleichstellung von Mädchen und Jungen, Entwicklung von Streitkultur, Eigenverantwortlichkeit und sozialer Verantwortung in einer Atmosphäre von freundlichem und offenem Miteinander.

Unsere Schüler werden konsequent an die gymnasialen Anforderungen an Eigenständigkeit und Verantwortlichkeit herangeführt. Planung und Durchführung des Unterrichts orientieren sich an der Lebenswirklichkeit der Schüler. Dabei wird Wert auf Methodenvielfalt gelegt.

In der Erprobungsstufe werden Eigenständigkeit und Teamfähigkeit durch handlungs- und erfahrungsorientierten Unterricht (u.a. Freiarbeit und Monatsplan) gefördert. Die Schüler lernen, sich als soziale Gruppe in die Schulgemeinschaft einzugliedern. Der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium wird erleichtert durch vielfältige Unterstützung seitens der Lehrer und Schüler (u.a. Patenschaften von Schülern der Klasse 9 für Schüler der Klasse 5; gezielte Programme zum Kennenlernen).

In der Mittelstufe werden die Schüler zunehmend angeleitet, Unterricht selbständig und verantwortlich mitzugestalten. Arbeitstechniken und Kommunikationsformen werden weiterentwickelt (z.B. systematisches Training von Gruppenarbeit; freies Arbeiten im Projektunterricht). Erfahrungen mit anderen Lebenswelten und der Erwerb sozialer Kompetenz werden weiter gefördert durch unterrichtliche und außerunterrichtliche Aktivitäten (z.B. Austausch mit Partnerschulen in Frankreich und Großbritannien).

Der Unterricht in der Oberstufe zeichnet sich aus durch systematisches wissenschafts-orientiertes Lernen. Dabei stehen Methodenkompetenz und distanzierte Problemanalyse im Mittelpunkt (z.B. Durchführung eines Methodenblocktrainings). Dies schließt allgemeine und spezifische Methodenkenntnisse ein (u.a. systematische Textarbeit, Präsentationstechniken, Arbeit in Bibliotheken , Internet). Neben der wissenschaftspropädeutischen Ausrichtung dient der Unterricht der Festigung der Persönlichkeit und des sozialen Verantwortungsgefühls. Eine so gestaltete differenzierte Ausbildung gewährleistet eine gezielte Vorbereitung auf Studium und Berufstätigkeit (Berufspraktikum, Berufsfindungs-Tage, usw.).

Die Verantwortung für die Umsetzung und die horizontale Vergleichbarkeit dieser Ziele liegt bei den jeweiligen Fachkonferenzen und den Klassen- bzw. Jahrgangsteams. Das Erreichen der Ziele wird in den Fachkonferenzen in jährlichen Abständen diskutiert. Mögliche Veränderungswünsche werden mit den genannten Gremien abgestimmt.

2. Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Schule

Unsere Schule ist ein Ort der Wissensvermittlung, gleichzeitig bietet sie Lebensraum und öffnet sich nach außen. Die Verwirklichung dieser Leitideen erfordert enge Kontakte zwischen einzelnen Personen, Gremien und Organisationen.

Unsere Schule fördert die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen allen am schulischen Leben direkt oder indirekt beteiligten Gruppen. Dies gilt vor allem für die gemeinsame Arbeit von Schülern und Lehrern, aber auch für die Kontakte zum Elternhaus, zu Beratungsstellen und Behörden.

Im schulinternen Betrieb gilt dies für das Verhältnis von Schule, Internat und Schulverwaltung, die eine Einheit bilden, jedoch ihre eigene Identität und klar zugeordnete Aufgabenbereiche haben.

Im außerschulischen Bereich gilt dies für die Zusammenarbeit mit der Stadt/dem Ortsteil Oberkassel. Die Schule beteiligt sich an den Aktivitäten des Ortes, umgekehrt bietet die Schule selbst Möglichkeiten zur Festigung des Kontakts in ihrem Angebot an Sport, Kultur und Weiterbildung, das sich an ein breites Publikum wendet (z.B. im LOGO-Verein ; vgl. hierzu die Ausführungen zu (3) ‘Außerunterrichtliche Aktivitäten’).

Die Schule ist bemüht, den Informationsfluss zwischen allen beteiligten Personen und Gremien sicherzustellen (z.B. durch das Schulmagazin TIME). Bei wichtigen Entscheidungen und Problemen wird der Konsens zwischen Lehrern, Eltern und Schülern gesucht (Schulkonferenz).

Die Schule nutzt für ihre Darstellung nach außen und für die Öffentlichkeitsarbeit moderne Medien/Internet.

3. Außerunterrichtliche Aktivitäten

Als Ort der Wissensvermittlung und als gemeinsamer, nach außen offener Lebensraum bietet das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium Kindern und Jugendlichen ein weit gefächertes Angebot außerunterrichtlicher Aktivitäten in Form von Kursen, Arbeitsgemeinschaften, Workshops, kulturellen Veranstaltungen, Studienfahrten und Freizeiten.

Die Mitarbeit von Lehrern, Schülern, Eltern und Mitgliedern örtlicher Institutionen und Vereine trägt in diesem Zusammenhang wesentlich dazu bei, unsere Schule nach außen zu öffnen und zu einem gut frequentierten Zentrum der Begegnung innerhalb des Stadtteils werden zu lassen. Das Angebotsprogramm richtet sich dabei nicht nur an Schüler des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums, sondern steht grundsätzlich allen Interessierten offen.

Durch die Teilnahme an klassenübergreifenden Projekten, Arbeitsgemeinschaften und an Wettbewerben auf kommunaler-, Landes- und Bundesebene, durch die Vorbereitung und Organisation von Konzerten, Ausstellungen und Theateraufführungen innerhalb und außerhalb der Schule erhalten die jungen Menschen über die reine Wissensvermittlung hinaus Hilfestellung bei der Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit und lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und miteinander zu kooperieren.

Den organisatorischen Rahmen für die meisten außerunterrichtlichen Aktivitäten bildet der „Verein zur Förderung außerunterrichtlicher Betreuung von Kindern und Jugendlichen am Ernst-Kalkuhl-Gymnasium e. V.” (LOGO-Verein), dessen Angebotsspektrum die Bereiche Sport, Musik, Spiel / Tanz / Theater, Kunst, Medien und Sprachen umfasst und von etwa einem Viertel aller Schüler des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums sowie von einer steigenden Zahl von Gästen regelmäßig wahrgenommen wird. Außerhalb der administrativen Struktur des LOGO-Vereins haben weitere Eltern- und Lehrerinitiativen einen wesentlichen Anteil am Zustandekommen außerunterrichtlicher Angebote.

Evaluation

Das Schulprogramm wird zu Beginn eines jeden Schuljahres auf Aktualität und Stimmigkeit überprüft. Das zuständige Gremium ist die Schulkonferenz. Dieses Gremium nimmt Anregungen des Lehrerkollegiums, der Schüler- und Elternschaft entgegen und entscheidet über Veränderungen nach Diskussion und Beratung in den einzelnen Gruppierungen.

Kommentare und Anregungen bitte per E-Mail an: info(at)kalkuhl.de

Zahlen & Fakten

Das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium ist eine dreizügige Schule. Zurzeit besuchen 635 Schülerinnen und Schüler unsere Schule (45% weiblich, 55% männlich). Sie werden von 26 Lehrerinnen und 25 Lehrern unterrichtet. Unsere Halbtagsklassen werden von je 29 Schülerinnen und Schülern besucht. Die Tagesschul- und Internatsschulklasse beginnt mit 15 bis 20 Schülerinnen und Schülern.

Sprachenfolge in der Sekundarstufe I (Klasse 5-9)

Englisch (ab Kl. 5), Latein oder Französisch (ab Kl. 6).

Ab Klasse 8 als Wahlpflichtfach Französisch oder Spanisch.
Wer keine 3. Fremdsprache wählt, besucht den Informatik-, Erdkunde/Biologie- bzw. Geschichte-bilingual-Unterricht.

Kursangebot in der Sekundarstufe II (Klasse10-12)

Leistungskurse: Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Erdkunde, Mathematik, Biologie, Chemie
Grundkurse: Deutsch, Englisch, Französisch, Kunst, Musik, Literatur, Geschichte, Erdkunde, Philosophie, Pädagogik, Sozialwissenschaft, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik, evangelische und katholische Religion, Sport als 4. Abiturfach.

Weitere Einrichtungen

Schüleraustausch mit England und Frankreich, Chor, Orchester, Schach-AG, Wettkampfmannschaften, Schüler-Ruder-Verein (SRV), “Förderkreis am EKG” (gemeinnützig, schafft Lehr- und Lernmittel an), “LOGO-Da-mach-ich-mit-Verein” (Kurse, Hausaufgabenbetreuung, Fahrten)

Finanzierung

Die Schule wird durch das Land NRW nach dem EFG (Ersatzschul-Finanzierungsgesetz) bezuschusst. Den Eigenanteil bestreiten die Eltern im Elternhilfekreis. Zur Zeit gelten für die Elternhilfe folgende Sätze:
95,- Euro/ Monat für ein Kind,
190,- Euro/ Monat für zwei Kinder.
Für das dritte und jedes weitere Kind werden die oben genannten Kosten solidarisch von der Schulgemeinschaft getragen.
Sie werden alle drei Jahre gemäß dem Verbraucherpreisindex (VPI) angepasst.